Freitag, 2. Oktober 2009

Singapur

Nachtrag zum 01.10.2009:

Unser letzter Tag der Reise kam schneller als gedacht. Er sollte sich ausschließlich dem Thema Shopping widmen. Zuvor stand noch ein kurzer Besuch in Chinatown an, wo uns Händler mit diversem Nippes locken wollten und dubiose Schneider ihre Waren anboten. Beim Gang durch die Marktstraße fragen wir uns jedoch, ob es nun schlimmer ist am Strand zu liegen und ständig von fliegenden Händlern "Lookie, lookie"-mäßig genervt zu werden oder hier als Tourist andauernd mit "Have a look", "Come in" oder dergleichen gelockt zu werden. Das nervte uns wirklich gewaltig.
Gekauft haben wir hier in China Town auch nichts.

Chinatown: bunte Häuser, viel Krimskrams und Schneider

Anschließend ging es ab auf die berühmteste Einkaufsmeile Singapurs: die Orchard Road. Hier reiht sich eine Shoppingmall an die nächste, wobei sich die meisten nicht wirklich im Angebot unterscheiden. Am besten hat uns die Ion-Mall gefallen, in der auch die großen Designer zu Hause sind. Wir haben uns aber eher bei Uniqlo, Adidas, Converse & Co. umgesehen.

Orchard Road

Wir können an dieser Stelle auch einmal mit einem Irrglauben aufräumen: viele denken, dass Singapur billig und ein Einkaufsparadis für Schnäppchenjäger sei. Dem ist aber nur bedingt so. Sicherlich kann man bei einheimischen Produkten und manchen Angeboten Geld sparen, aber die meisten Dinge waren letzten Endes genauso teuer wie in Deutschland. Lebensmittel waren jedoch sehr günstig und auch die vielen Foodcourts hatten für den kleinen Geldbeutel jede Menge zu bieten. Wir haben uns auf dem Weg zum Flughafen auch mit unserem Taxifahrer über die Situation in Singapur unterhalten. Er meinte, dass vieles durch die Touristenmassen teurer geworden ist. Die Singapurer haben an sich gar nicht so viel Geld, werden aber vom Staat mit günstigen Krediten subventioniert, so dass jeder Jungspund theoretisch mit einem teuren Auto durch die Gegend fahren kann. Und selbst wenn man keinen Wohnsitz hat, bekommt man vom Staat eine Bleibe. Das alles zeigt oberflächlich natürlich Wohlstand an: es fahren nur neue Autos auf den Straßen, die nicht älter als 7 Jahre sein dürfen; es gibt keine Bettler/Penner; überall wird gebaut; die Arbeitslosigkeit ist niedrig... aber das alles ist mehr Schein als Sein. Unser Gespräch mit dem Taxifahrer war echt aufschlossreich und hat uns bei einigen Vermutungen bestätigt. Unser Fazit: Singapur ist zwar schön anzusehen, aber für einen Sparfuchs-Shoppingtrip nicht all zu sehr zu empfehlen. Da sind Städte wie New York oder Bangkok besser geeignet. Dementsprechend war unsere Shoppingtour auch recht mager ausgefallen. Am späten Abend haben wir dann unsere Sachen gepackt und uns gen Flughafen aufgemacht. Um 23.50h haben wir Singapur verlassen und uns auf unseren 13-stündigen Heimflug begeben.

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