Samstag, 26. September 2009

Rotorua – Taupo – Tongariro National Park

Heute haben wir Rotorua den Rücken gekehrt, denn wir mussten wieder gen Norden nach Auckland zurück, da hier morgen unser Flieger nach Sydney startet. Anscheinend gibt es doch einen Wettergott, der heute endlich Erbarmen mit uns hatte: ab dem späten Vormittag ließ sich nämlich die Sonne blicken und es wurde unser erster wirklich fantastischer Tag in Neuseeland! Wir konnten es uns deshalb nicht nehmen lassen, einen Umweg zu machen, um doch noch wie eigentlich geplant in den Tongariro National Park zu fahren. Auf der Strecke haben wir kurz vor Taupo an den Aratiatia Rapids und den Huka Falls Stopp gemacht. Bei den Aratiatia Rapids handelt es sich um Stromschnellen eines Flusses, die lange Jahre eine absolute Sehenswürdigkeit waren bis die Regierung einen Staudamm unmittelbar vor den Schnellen errichten ließ. Heute werden 4 x täglich die Staudammtore geöffnet, damit man auch weiterhin das Spektakel des reißenden Flusses erleben kann. Um 12h war es dann soweit: nach 3 heulenden Warnsirenen öffneten sich die Schleusentore und das Wasser donnerte in das Flussbett hinab ins Tal.


Da gehen die Schleusen gerade auf...


...und auf der anderen Seite donnert das Wasser hinab ins Tal.


Anschließend schauten wir uns die Huka Falls an. Hier wird der längste Fluss Neuseelands, der Waikato, zum eindrucksvollen Wasserfall mit einer atemberaubenden Farbgebung.


Die Huka Falls.



Der Waitomo River kurz bevor er in den Wasserfall fließt.


Später schlenderten wir noch ein Wenig durch Taupo – eine schöne, kleine Stadt, die an einem großen See - dem Lake Taupo - liegt. Im Touristenbüro erkundigten wir uns kurzfristig über mögliche kleine Wandertouren, da unsere Pläne, den 8-stündigen Alpine Crossing zu gehen, durch die letzten Regentage zu Nichte gemacht wurden. Anstatt dessen entschlossen wir uns für eine kleine Wanderung und zum Ausflug zum Mt Ngauruhoe und Mt Tongariro, die einigen von Euch auch unter Namen der „Herr der Ringe“ Schauplätze: „Schicksalsberg“,“ Modor“ und „Gorgoroth“ bekannt sein sollten.


Die Steppe von Gorgoroth mit dem Schicksalsberg

(Mt Ngauruhoe) im Hintergrund



Modor


Im Nationalpark befinden sich mehrere Vulkane, die noch aktiv sind. Einer davon ist sogar erst 2005 zuletzt ausgebrochen. Die Landschaft um die Vulkane herum sieht dann auch dementsprechend bizarr aus: schwarze Steine, Steppe und eindrucksvolle Farbenspiele treffen aufeinander. Uns hat die Umgebung echt umgehauen und absolut beeindruckt! Besonders lustig: unten im Tal war es mit ca. 16°C relativ warm, während auf den Vulkanen (!) derzeit noch Ski gefahren wird, denn der höchste ist doch schon knapp 2.800 m hoch. Nach unserem mittäglichen Exkurs sind wir dann gen Auckland aufgebrochen. Bei dieser Gelegenheit ergriff auch Miri mal das Steuer und hatte gleich 2 Premieren: das erste Mal Automatik plus das erste Mal links gefahren zu sein. Nach anfänglichem Vertauschen von Blinker und Scheibenwischer sowie vergeblichem Suchen der Gangschaltung auf der rechten Seite, ging es aber dann ganz gut voran. Am späteren Abend sind wir hier in Auckland eingetroffen. Und auf der Fahrt mussten wir auch noch feststellen, dass wir heute Nacht eine Stunde Schlaf geraubt bekommen, denn die Neuseeländer haben heute ihr „Daylight Saving“ – stellen also die Uhr auf Sommerzeit um! So, jetzt müssen wir aber langsam mal zum Ende kommen, da wir noch ein Wenig Schlaf erhaschen wollen, bevor es morgen nach Sydney weitergeht.

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