Erstmal haben wir uns die Innenstadt von Rotorua angesehen und sind gleich mal im Kuirau Park der Ursache des Schwefelgestanks auf den Grund gegangen. Hier brodeln nämlich wie überall in und um die Stadt heiße Schwefel-Seen, -Wasserlöcher, -Schlammgruben, -Geysire und Mini-Vulkane. Vielerorts dampft es gewaltig und teilweise stinkt es echt bestialisch nach faulen Eiern. An den Grundgeruch von Schwefel, der hier immer in der Luft liegt, haben wir uns schon einigermaßen gewöhnt.
Schwefelgelbes, dampfendes Gewässer im Kuirau-Park in Rotorua
Brodelndes Schlammloch inklusive Schwefelestank
Am Mittag waren wir dann im Kiwi-Haus, dem Kiwi Encounter, wie er offiziell heißt. Hier wird das Nationaltier - staatlich gefördert – gehegt und gepflegt. Die Leute, die dort arbeiten, „retten“ den Kiwi-Vogel, der übrigens halb blind ist, nachts aktiv im Wald unterwegs, aber nicht fliegen kann, vor dem Aussterben. Denn seitdem der Mensch, Wild-Hunde, Possums und Marder mehr und mehr in den Lebensraum des Vogels vordringen, geht die Zahl seiner Art drastisch nach unten.
Im Encounter werden die Kiwi-Eier, die im Umland im Wald gesammelt werden, ausgebrütet und die Kiwis bis zum Alter von 6 Monaten aufgezogen. Dann werden sie wieder in der Natur frei gelassen, denn in diesem Alter sind sie groß genug, um sich selbst vor den natürlichen Feinden schützen zu können. Man konnte sich im Kiwi-Haus alle Stationen der Aufzucht – vom Ei bis zum fidelen Jungvogel – ansehen. Leider durfte man im Kiwi-Gehege keine Fotos machen, da das Gehege künstlich Nacht simuliert wird und die Vögel sehr sensibel auf Licht und Geräusche reagieren. Aber man sagte uns, dass dies so gut wie die einzige Möglichkeit sei, einen Kiwi einmal „lebend“ zu Gesicht zu bekommen. Im Anschluss an unsere Kiwi-Tour haben wir uns dann das Hell`s Gate angesehen. Das liegt in einem Tal voller brodelnder Schwefellöcher und –Seen. Wegen des anhaltenden Regens waren wir beinahe die einzigen, die sich in diese „Hölle“ begaben und den rund 1-stündigen Rundweg durch die kochenden Quellen auf sich nahmen. Von der Optik waren wir auch sehr beeindruckt, vom Gestank natürlich weniger.
Die Schwefel-Hölle: Hell's Gate
Nach der Rundwanderung waren wir dann auch mächtig durchnässt und haben gefroren, so dass erst einmal im Hotel die Klamotten gewechselt werden mussten. Gleich geht’s dann noch in den Supermarkt: für das Abendessen sorgen. Denn hier haben wir im Zimmer eine komplette Küchenzeile integriert und außerdem wollen wir ja auch mal antesten, wie die Neuseeländer hier kochen und was der einheimische Supermarkt zu bieten hat. Danach werden wir uns im Polynesian Spa ein warmes Bad gönnen und uns in den Thermal-Pools des Spa etwas von diesem nass-kalten Tag aufwärmen. Wir hoffen nur, dass sich die Geruchsbelästigung dort in Grenzen hält.






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